Auf dem IGA-Gelände war ein Verkehrsmittel notwendig, um eine barrierefreie Erschließung des rund 100 Hektar großen Areals für alle Bevölkerungsgruppen zu ermöglichen. Dafür wurden verschiedene Verkehrsmittel in Betracht gezogen. Es stellte sich heraus, dass eine Seilbahn die vielfältigen gegebenen Anforderungen am besten erfüllt: Sie verkürzt die Wege und erleichtert den Zugang für Familien mit kleinen Kindern, ältere Gäste sowie Besucherinnen und Besuchern mit Handicap zu allen Ausstellungsbereichen. Gleichzeitig ist eine Fahrt mit der Seilbahn ein besonderes Erlebnis, das in Erinnerung bleibt. Seilbahnen sind dabei umweltfreundliche und sichere Verkehrsmittel, die bereits jetzt an vielen Orten Modell für zukünftige großstädtische Infrastrukturen sind. Denn Seilbahnen erfordern im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln geringe Baumaßnahmen, sind geräuscharm und werden umweltfreundlich mit Strom betrieben.

Gebaut wurde die Seilbahn von LEITNER ropeways, ein im Jahre 1888 in Sterzing (Südtirol) gegründetes Unternehmen, welches weltweit Seilbahn-Projekte realisiert. LEITNER ropeways ist bei diesem Projekt nicht nur Erbauer, sondern zugleich auch Betreiber und Investor. Die Kosten für den Bau und Betrieb der IGA-Seilbahn in Höhe von 14 Millionen Euro trug die LEITNER AG. Öffentliche Mittel wurden nicht verwendet.

Die Seilbahn Berlin ist nach der IGA Berlin 2017 weiterhin in Betrieb und gibt Gelegenheit hoch schwebend wunderbare Ausblicke über die Gärten der Welt zu genießen.